Geschichte

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Der Französische Dom gehört zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten von Berlin.

Er ist eines der schönsten historischen Architekturensembles der Hauptstadt und befindet sich in der ehemaligen Friedrichstadt im Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks am Gendarmenmarkt, gegenüber dem Deutschen Dom. Und liegt mitten im Herzen Berlins, zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz, dem Boulevard Unter den Linden und Checkpoint Charlie, direkt am Gendarmenmarkt.

Der Französische Dom ist ein Kuppelturm, der zwischen 1780 und 1785 an die Französische Friedrichstadtkirche angebaut wurde. Diese war 1701 bis 1705 für reformierte Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die Hugenotten, errichtet worden.

Er wurde im Zweiten Weltkrieg am 7. Mai 1944 zerstört und zwischen 1981 und 1987 wieder aufgebaut. Der rekonstruierte Turm wurde am 9. August 1987 anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins mit Balustrade in 40 Metern Höhe, Restaurant in der vierten Ebene, Glockenspiel (Carillon) mit 60 Glocken und Hugenottenmuseum der öffentlichkeit übergeben. Nachdem aus dem gleichen Anlass ebenfalls ein Glockenspiel im Tiergarten mit 68 Glocken gebaut wurde, ist das von Martin-Christian Schmidt initiierte und zuerst gespielte Glockenspiel im Französischen Dom heute das zweitgrößte der Stadt.

1998 wurde das Restaurant im Turm, eine Weinstube, geschlossen. Von 2004 bis 2006 wurde die Fassade des Doms für sechs Millionen Euro saniert. Im Zuge dessen wurden auch 18 der 60 Bronzeglocken repariert oder neu gegossen.
Für die Reparatur der Glocken stellte der BASF-Konzern 50.000 Euro zur Verfügung. Mit einem Glockenspiel am 25. August 2006 wurden die Sanierungs- und Reparaturarbeiten offiziell beendet.

Hinter der Bezeichnung „Französischer Dom“ verbirgt sich ausschließlich das Turmgebäude. Das französische Wort für Kuppel lautet „Dome“. Der Name hat also keine kirchliche Bedeutung und der Turm bzw. Dom selbst hatte auch nie kirchliche Funktionen.

Der Turm ist von zwei Seiten aus zugänglich. Von der Ostseite (der Markgrafenstraße her) kann man das Hugenottenmuseum betreten. Von der dem Platz zugewandten Südseite des Turms erfolgt der Zugang zum Treppenhaus. Die im Turm befindliche Treppe führt nach 254 Stufen auf eine 40 m hohe Aussichtsbalustrade, von der aus man einen herrlichen Rundblick über die historische Mitte Berlins und darüber hinaus genießt.