Ahnenforschungsantrag

Ahnenforschungsantrag
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Zur Beantwortung Ihrer Anfrage beim Hugenottenmuseum sind genaue Daten notwendig. In jedem Falle bringen Sie genügend Geduld mit. Gemäß des Archivgesetzes der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg erheben wir im Gegenzug eine Recherchegebühr „zum Erhalt der Bibliothek / Archiv“. Die ersten 15 Minuten werden mit 12,-Euro, jede weitere 15 Minuten mit 9,- Euro berechnet. Als Richtwert für die Ahnensuche gilt ein Betrag von 75,- Euro, also 2 Suchstunden. Setzen Sie unbedingt einen Betrag ein, bis zu welchem wir für Sie tätig werden können bzw. sollen. Die Gebühr hilft uns, den Bestand zu pflegen und die Arbeiten zu unterstützen.

Eine eigene Suche in den alten Kirchenbüchern ist bei uns nicht möglich. Wer selbst nach seinen Vorfahren suchen möchte, kann dies im Evangelischen Zentralarchiv Berlin-Kreuzberg, Bethaniendamm 29 (Tel.: 030-2250450), tun. Dort finden Sie Microfilme unserer alten Kirchenbücher.

Wie gehe ich bei der Ahnensuche vor?

Die einzige Möglichkeit, dem Ursprung seiner Familie näher zu kommen, ist eine systematische Rückwärtssuche.

Also am besten die Oma, den Opa, die alte Tante und den Onkel fragen. Manchmal findet sich auch noch ein alter Ahnenpass in Omas Truhe. Wenn diese Daten ermittelt worden sind, geht die Suche los.

Bis 1874 kann eine Anfrage bei den Standesämtern sinnvoll sein, da ab diesem Zeitpunkt die Zivilstandsregister in Deutschland eingeführt wurden und es nicht mehr unbedingt notwendig war, eine Taufe, Heirat oder einen Todesfall der Kirche, die diese Amtshandlungen vornahm und registrierte, mitzuteilen.

Ansonsten beginnt nun der mühselige Weg der Vorfahrensuche in den Kirchenbüchern. Da Kirchenbücher einzigartige Originale sind, wurden zum Schutz derselben die Bücher microverfilmt. Beschwerlich ist die Suche meistens dann, wenn keine Register in den Kirchenbüchern existieren. Das bedeutet, dass jeder Ahne einzeln gesucht werden muss.

Die frühere Mobilität der Menschen wird häufig unterschätzt. Oft wird bei der Ahnensuche vergessen, dass viele Familien 12 bis 20 Kinder hatten, von denen nicht jedes das Kindesalter überlebte. Zudem war es manchmal Brauch, dass nach dem Tod eines Kindes, ein Nachgeborenes dessen Namen erhielt. Dann wird es mit der Zuordnung schwierig.

Bei der Suche stellen wir keine kompletten Stammbäume zusammen. Aus zeitlichen Gründen ist es nicht möglich, lückenlose Stammbäume zu erstellen. Frauen aus deutschen Familien, die in die französisch-reformierte Gemeinde eingeheiratet haben, können wir ebensowenig zurückverfolgen, wie Fälle in denen eine Person aus der französisch-reformierten Gemeinde „hinaus“ geheiratet hat oder abgewandert ist. Lücken sind also immer vorhanden.

Bei Fragen, die wir nicht beantworten können, teilen wir Ihnen weitere Suchanschriften nach Möglichkeit mit.